Montag, 19. Juli 2010

Feuermagie - Der träumende Diamant 1 - Shana Abé

Dieses Buch ist eindrucksvolle Kunst!
(rezensiert von Purpurfalter)

Inhaltlicher Überblick:

Der Roman „Feuermagie – Der träumende Diamant 1“ von Shana Abé erzählt ein fantastisches Fantasyabenteuer über die Welt der Drákon, gepaart mit der richtigen Portion Romantik.

Die Drákon sind ein Volk von Gestaltwandlern, die sich in prächtige Drachen verwandeln können. Sie leben im Verborgenen und verlassen ihre Heimat niemals, denn nur so ist es ausgeschlossen, dass je ein Mensch von ihrer Existenz erfährt.

Rue, die nie gerne in dem Hügelland gelebt hat, erfährt an ihrem siebzehnten Geburtstag, dass sie sich vollständig in einen Drachen verwandeln kann. Dies ist etwas unglaublich besonderes und wenn ihre Gabe bekannt wird, würde sie zur Partnerin des drákonischen Fürsten Christoff erkoren, um das Überleben ihrer Art zu sichern.

Kurzerhand inszeniert Rue ihren Tod und flieht nach London, wo sie nachts Diebstähle unternimmt, die nicht lange unentdeckt bleiben sollen...

Christoff muss sich nun auf die Suche nach der Abtrünnigen machen, denn ein uraltes Gesetz verlangt ihren Tod durch seine Hand…

Eigene Stellungnahme:

Der Auftakt dieser Romantic-Fantasy-Reihe ist Shana Abé wirklich hervorragend gelungen. Sie erschafft eine märchenhafte, magische Fantasiewelt und überzeugt mit spannenden Handlungsfolgen, die den Leser das ganze Buch über fesseln.

Besonders auffällig ist der sehr außergewöhnliche Schreibstil der Autorin. Sie schreibt auf eine kunstvolle, harmonische sowie verträumte Art und der Leser ist einfach nur beeindruckt.

Die einzelnen Charaktere des Romans überzeugen mit einem starken, echten und liebenswert ausgearbeiteten Charakter, der sie unglaublich sympathisch erscheinen lässt. Man kann sich während des Lesens sehr gut in sie hineinversetzen und fiebert in jeder Situation mit.

Auch die Gefühle und die Liebesgeschichte werden einfühlsam beschrieben, sie bestimmen nicht das Buch, sondern sind Teil des Buches.

Weiterhin ist mir sehr positiv aufgefallen, dass sich die Liebesbeziehung zwischen den zwei Hauptcharakteren im Laufe des Buches wunderbar entwickelt und erfrischend von „normalen Liebesgeschichten“ abhebt.

Fazit:

Shana Abé entführt den Leser in eine einzigartige, traumhafte Fantasiewelt mit dem richtigen Maß an Leidenschaft und Liebe. Ein unvergesslicher, intensiver Lesegenuss!

Unsterbliches Verlangen - Kathryn Smith

Ein Vampir-Liebesroman mit Höhen und Tiefen
(rezensiert von Purpurfalter)

Inhaltlicher Überblick:

Der historische Fantasy-Roman „Unsterbliches Verlangen“ von Kathryn Smith erzählt von der Liebe des unsterblichen Vampirs Chapel und der todkranken Pru, die beide ihren eigenen Kampf auszufechten haben.

Tintagel, Cornwall, 1899: Prudence Ryland ist verzweifelt auf der Suche nach dem Heiligen Gral, denn sie ist schwerkrank und hofft auf die Heilungskräfte, die dem Gral nachgesagt werden. Gemeinsam mit ihrem guten Freund Marcus macht sie eine Entdeckung, die sie hoffen lässt: Bei Grabungen stoßen die beiden auf Hinweise, die auf das Versteck des Heiligen Grals deuten…

Chapel kommt unter dem Vorwand, ein Historiker zu sein, nach Cornwall. Er hat die Befürchtung, dass es nicht der heilige Gral ist, der dort unten versteckt sein könnte, sondern der Blutgral, der die Verdammnis bringt, wie einst für ihn…

Eigene Stellungnahme:

Die Motivation für den Kauf dieses Romans waren eindeutig das Cover und der Titel. Beides hat mich sehr angesprochen, da ich gerne Romantic-Fantasy lese. Auch der Klappentext klingt sehr gut und lässt auf einen sehr guten Roman hoffen. Nach der Lektüre muss ich sagen, dass meine Erwartungen nicht voll erfüllt wurden.

Auf der einen Seite hat die Autorin eine wirklich glaubwürdige und sympathische Hauptprotagonistin mit Pru geschaffen, deren Krankheit und Gefühle man sehr gut nachvollziehen konnte und mit ihr teilweise mitgelitten hat. Chapel dagegen ist mir zu klischeehaft, vom ersten Moment viel zu begeistert von Pru und für einen Vampir einfach viel zu platt, fecettenlos und ohne festen, starken Charakter. Er ist anfangs noch geheimnisvoll, was sich jedoch leider im Laufe des Buches ändert.

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden wurde mittelmäßig umgesetzt, ich habe manche Kapitel gerne gelesen, bei anderen habe ich das Buch auch mal ein paar Tage liegen gelassen, bevor ich mich wieder dazu bringen konnte, weiterzulesen. Gefühle beschreibt K. Smith teilweise sehr schön, jedoch sind mir die von Chapel im Laufe des Buches einfach zu viel des Guten geworden.

Die Geschichte über den „Heiligen Gral“ und „Blutgral“ ist ansich sehr interessant, hätte aber – wie die Liebesgeschichte zwischen Pru und Chapel - noch spannender umgesetzt werden können.

Der Schreibstil von Kathryn Smith ist relativ flüssig, jedoch begeistert er einen nicht. Einige Textzusammenhänge waren mir unklar und etwas verwirrend, auch gab es ein paar Rechschreibfehler (Dies hier nur am Rande erwähnt, liegt wahrscheinlich an der Übersetzung).

Fazit:

Ich habe schon zahlreiche Romane und Serien über Romantic-Fantasy gelesen und würde diesen Roman in die „Mittelklasse“ einstufen. Allerdings möchte ich hier noch einmal erwähnen, dass auch einige sehr schöne Szenen in dem Buch zu finden waren.

Nacht des Begehrens - Kresley Cole

Romantic-Fantasy der Spitzenklasse!
(rezensiert von Purpurfalter)

„In einem jeden von uns, selbst in guten Menschen, schlummert ein gesetzloses, wildes Tier, das nur im Schlaf zum Vorschein kommt."
– Sokrates –

Inhaltlicher Überblick:

Der Fantasy-Roman „Nacht des Begehrens“ von Kresley Cole erzählt eine atemberaubende Liebesgeschichte in einer wundervollen Fantasiewelt.

Von der Vampirhorde verschleppt: Lachlain ist kurz davor, seinen Verstand zu verlieren, denn er ist seit Jahren tief unter Paris in den Katakomben eingesperrt. Angekettet vor einem Feuertor muss er leiden, immer und immer wieder wird er von den Flammen getötet, nur um dann wieder zum Leben erweckt zu werden – denn er ist unsterblich…
Doch da wittert er Sie, die eine und einzige Frau, seine Gefährtin. Er braucht Sie, ihm bleibt keine Zeit mehr… Mit aller Kraft reißt Lachlain sich los und beginnt mit der Suche. Allerdings hatte er nicht damit gerechnet ausgerechnet eine Halbvampirin zu finden...

Emma wuchs bei ihren Walkürentanten auf und ist auf der Suche nach ihren richtigen Wurzeln, als ihr der fürchterlich ungehobelte und raue Lachlain begegnet. Sie hält ihn für verrückt und wehrt sich heftig gegen seine Annäherungsversuche.

Eigene Stellungnahme:

Zuerst ein paar kurze Worte zu den Hauptcharakteren:

*Lachlain*
Er ist der Anführer des schottischen Clans der Lykae. Lachlain ist gutaussehend, männlich, stark und absolut ungehobelt. Außerdem verabscheut er Vampire zutiefst, die von Natur aus zu seinen Todfeinden zählen.

*Emmaline, auch Emma*
Emma ist eine Halbvampirin, ihre Mutter war eine Walküre. Diese seltene Verbindung zwischen zwei sehr verschiedenen Völkern macht sie zu etwas Besonderem. Von Laichlain abgestoßen möchte sie nichts lieber als ganz weit weg von ihm...

Schon nach den ersten 2 bis 3 Seiten wird ein so großes Interesse geweckt, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Die Autorin hat es geschafft, eine faszinierende, neuartige Fantasiewelt erstehen zu lassen und erzählt eine Geschichte, die absolut spannend und authentisch beschrieben ist.
Dieser Roman hebt sich erfrischend von den vielen anderen dieses Genres ab, überzeugt mit einer wunderbar aufgebauten Geschichte und einer Liebe, die sich erst entwickeln muss. Es ist wirklich toll, dass sich Emma und Lachlain nicht gleich um den Hals fallen und fürchterlich ineinander verliebt sind, wie leider so oft bei Liebesgeschichten.

Die beiden Hauptcharaktere sind sympathisch und absolut glaubwürdig. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen, lacht und leidet mit ihnen mit.
Kresley Cole legt viel Wert auf die Beziehung der beiden, Gefühle werden beschrieben oder durch Handlungen verdeutlicht. Wirklich sehr gelungen!

Aber nicht nur die zwei Hauptprotagonisten sind der Autorin gut gelungen, auch die Welt der Walküren, Vampire und Lykae macht Lust auf mehr. Der drohende Krieg zieht sich als „Parallelhandlung“ im richtigen Maß durch das Buch und auch darüber liest man gerne und möchte gar nicht mehr, dass die Geschichte je endet.

Der Schreibstil von Kresley Cole ist sehr modern und belebend, das Buch liest sich flüssig und man verliert nie den Faden der Geschichte.

Fazit:
Kresley Cole hat mit Ihrem ersten Buch der Fantasy-Reihe eine fantastische Welt geschaffen mit einer starken Handlung, die den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Eins der besten Bücher der Romantic-Fantasy und wirklich ein „Behaltebuch“ von mir, welches ich nie mehr hergeben werde.

Die Hure des Kaisers - Kate Quinn

Eine Liebe im alten ROM - unterhaltsam aber teils gefühllos
(rezensiert von Purpurfalter)

Inhaltlicher Überblick:

Der historische Roman „Die Hure des Kaisers“ von Kate Quinn erzählt eine Liebesgeschichte, die aufgrund von Eifersucht, Gefangenschaft und Unterdrückung kaum eine Chance hat.

Rom, 82 nach Christus: Obwohl die junge Sklavin Thea grausame und blutige Gladiatorenkämpfe verabscheut, muss sie ihre Herrin Lepida Pollia immer wieder dazu begleiten.
Bald trifft der Leser auf Arius, den neuen und sehr mutigen Gladiator, der die Zuschauer mit außergewöhnlichem Kampfgeist und einer umwerfenden Ausstrahlung fasziniert.
Auch Thea und Lepida können sich seiner Ausstrahlung nicht entziehen und entflammen für ihn. Für Lepida ist es nur ein Spiel, auf das Arius jedoch absolut nicht eingeht – Lepida ist frustriert. Für Thea jedoch ist Arius ihr Seelenverwandter und es entwickelt sich zwischen den beiden bald eine wahre, leidenschaftliche Liebesbeziehung.
Doch was haben eine Sklavin und ein Gladiator für eine Zukunft? Wäre das nicht kompliziert genug kommt erschwerend hinzu, dass Lepida Arius für sich will.
Das Glück der beiden währt nicht lange. Theas eifersüchtige Herrin Lepida verkauft Thea kurzerhand an ein Bordell im Süden und lässt Arius glauben, sie sei tot. Dieser, dem nun nichts mehr lieb ist, stürzt sich in die Gladiatorenkämpfe…

Eigene Stellungnahme:
Zuerst einmal ist es an dieser Stelle wichtig zu erwähnen, dass die Geschichte eine Zeitspanne von ca. 15 Jahren umfasst.
Nun kurz ein paar Worte zu den beiden Hauptcharakteren:

*Thea bzw. Athena*
Sie ist ein junges Mädchen jüdischer Herkunft, musikbegabt und sehr intelligent. Ihre Familie verlor sie schon in jungen Jahren und wurde mit 14 Jahren der gleichaltrigen Lepida Pollia als Sklavin geschenkt.

*Arius*
Arius ist Brite, sehr verschlossen und zurückhaltend – aber auch wild und kampfgeübt. Er verlor seine Familie ebenfalls sehr früh und wurde nach harter Arbeit in Salzminen zum Gladiator ausgebildet.

Der Roman ist interessant aufgebaut und verfasst worden. Der Leser kann sich sehr gut in Thea und Arius hineinversetzen, da sie als Personen überzeugen und nicht falsch oder aufgesetzt wirken.
Dass Thea und Arius Schicksalsgenossen, ja sogar Seelenverwandte, sind wird dadurch deutlich hervorgehoben, dass beide Gefangene sind, sie eine schwere Vergangenheit prägt und beide physische wie auch psychische Wunden aufweisen. Was sie jedoch bald am meisten verbindet ist ihre Liebe.

Aber nicht nur die zwei Hauptprotagonisten sind der Autorin gut gelungen, auch zahlreiche Personen in deren Umfeld überzeugen durch deren Facettenreichtum und Glaubwürdigkeit.
Die Rolle der jungen Lepida Pollia ist klar definiert: Sie ist das Gegenteil von Thea: ungebildet, machthungrig, vollkommen selbstverliebt und falsch. Durch ihre intriganten und skrupellosen Spielchen schadet sie nicht nur Thea und Arius, sondern auch Marcus, ihrem alten Ehemann, den sie wegen dessen Titel geheiratet hat.

Die Autorin gewährte den Gladiatorenkämpfen im Kolosseum teilweise viel Raum, was man mögen muss. Für mich persönlich war es in Ordnung, aber für manche könnte es zu langatmig werden.

Der Schreibstil von Kate Quinn ist sehr modern, besonders für einen Roman dieser Zeit, aber vielleicht auch gerade deshalb lässt sich das Buch sehr schnell und leicht lesen.
Die wörtliche Rede ist recht präsent und angenehm. Es wird abwechselnd aus Sicht von Thea oder Lepida berichtet, was sehr erfrischend und abwechslungsreich ist.
Leider sind viele Szenen bzw. Handlungen sehr oberflächlich beschrieben, gehen nicht in die Tiefe. Dies ist sehr schade, denn ich hätte mir gewünscht, dass zumindest die Beziehung von Thea und Arius mehr ausgeschmückt wird. Man erfährt viel zu wenig von ihren Gefühlen zueinander, über Liebesszenen wird zu schnell weggegangen. Man erfährt die Leidenschaft zwischen den beiden Hauptcharakteren nicht während des Lesens.

Auch die Beziehung oder Handlung zwischen Kaiser Domitian und Thea konnte man sich teilweise nur zusammenreimen, da die Autorin hier nur Andeutungen gegeben hat.

Desweiteren gab es einige Passagen, gerade in der ersten Hälfte des Buches, wo ich den Roman am liebsten weggelegt hätte. Es war nicht mehr spannend und die Handlung zog sich etwas dahin. Dies war hauptsächlich in der Zeit, nachdem Thea aus Rom fortgebracht wurde.

Noch eine interessante Anmerkung zum Schluss: Kate Quinn studierte Gesang an der Universität von Boston und schrieb währenddessen diesen Roman als Debüt. Diese Liebe zum Gesang hat sie in ihrem Buch eingebracht: Thea hat eine große musikalische Begabung, wird im Buch sogar entdeckt und darf vor dem Kaiser singen. Eine tolle Parallele zu dem Leben der Autorin.

Fazit:
Kate Quinn hat es zum Teil geschafft, den Leser in das damalige Leben in Rom, mit seinen Intrigen – aber auch seiner Liebe, zu entführen. Sie schreibt modern, unterhaltsam und flüssig. Teilweise hat jedoch die Spannung gefehlt und vor allem mangelte es an den wichtigen, interessanten Stellen an Detailreichtum und Gefühlen.

Schneewittchen muss sterben - Nele Neuhaus

Nur ein einziger Satz in Fettschrift stand auf dem weißen Blatt:
(rezensiert von Purpurfalter)

SCHNEEWITTCHEN MUSS STERBEN


Inhaltlicher Überblick:

Der Taunuskrimi „Schneewittchen muss sterben“ von Nele Neuhaus beginnt mit einem kurzen Prolog, in dem sich jemand regelrecht besorgt um ein totes Mädchen „kümmert“ und mit ihr spricht.

November 2008: Tobias Sartorius wird nach 10 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen und kehrt in sein Heimatdorf Altenhain zurück. Er möchte herausfinden, was damals passiert ist, denn er kann sich an nichts erinnern.

Kurze Zeit später werden Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein zu einem mysteriösen Verkehrsunfall gerufen und entdecken an einem Flugplatz das Skelett einer Frau. Ihre Ermittlungen führen sie nun geradewegs in das Dorf Altenhain, wo vor 11 Jahren zwei 17-jährige Mädchen spurlos verschwanden.

Ist Tobias Sartorius für den Unfall verantwortlich, hat er die Morde damals wirklich begangen? Oder wurde vielleicht schlampig ermittelt, vertuscht oder falsch ausgesagt?

Eigene Stellungnahme:


Ich habe die ersten 2 bis 3 Kapitel gebraucht, um in das Buch reinzufinden und das obwohl es recht einfach und flüssig zu lesen ist. Es sind vielmehr die vielen unterschiedlichen Personen und Orte, mit denen man konfrontiert wird, die es etwas komplizierter machen, dem Geschehen absolut aufmerksam zu folgen. Auch schmückt die Autorin den Anfang meiner Meinung nach etwas zu stark aus.

Wenn man sich dann erst einmal eingelesen hat, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Es ist sehr interessant, immer wieder lässt die Autorin dem Leser neue Informationen zukommen und alles bleibt bis zum Schluss undurchsichtig und spannend! Das Ende kommt dann größtenteils überraschend und plötzlich fügt sich alles zusammen.

Dieses Buch ist toll, da es „aus dem Leben“ gegriffen ist. Man erfährt, was sich alles unter jungen Leuten und in einer Dorfgemeinschaft abspielen kann und dass dies zum Teil mit weitreichenden Folgen verbunden ist. Man kann sich sehr gut in die Personen hineinversetzen, da sie hervorragend ausgearbeitet sind. Auch erkennt man teilweise Parallelen zu seinem eigenen Umfeld.

Zu dem Hauptprotagonist Tobias kann ich sagen, dass die Autorin ihm einen aussagekräftigen Charakter verliehen hat. Er hasst sein Heimatdorf, ja verflucht es regelrecht und doch kehrt er nach seiner Haft dorthin zurück und beschließt auch dort zu bleiben, da ihm das Wohlergehen seines Vaters am Herzen liegt. Dass er überdurchschnittlich intelligent ist, merkt man im Handlungsverlauf immer wieder, zum Beispiel an seinen Gesprächen mit der Polizei.

Positiv bei diesem Roman ist auch, dass sehr viele Personen als Täter in Frage kommen und man persönliche Probleme sowie das soziale Auseinanderdriften der Dorfgemeinschaft vermittelt bekommt.

Eine Frage bleibt für mich allerdings offen: Was hat sich die Autorin bei der Wahl des tollen Covers gedacht? Soll es evtl. als „Kirchturmspitze“ für die Dorfgemeinschaft stehen, die Himmelsrichtungen für die unterschiedlichen Interessen der einzelnen Bewohner? Wirklich interessant, Ich tüftel noch.

Fazit:

Nele Neuhaus hat es geschafft, einen gelungenen und in sich logischen 500-Seiten-Krimi zu schreiben, der vielseitige Handlungsstränge aufweist und bei dem die Spannung durchweg aufrecht erhalten wird. Ich kann diesen realistischen, komplexen Krimi sehr empfehlen.

Mitternachtszirkus 3 - Darren Shan

Fantastische Vampir-Fantasy der Spitzenklasse!
(rezensiert von Purpurfalter)

Inhaltlicher Überblick:
Das Buch „Mitternachtszirkus 3 – Das Blut der Vampire“ von Darren Shan beinhaltet drei Romane, die fast nahtlos ineinander übergehen:
1. Die Prophezeiungen der Dunkelheit
2. Die Verbündeten der Nacht
3. Die Flammen der Verdammnis
Diese drei Teile knüpfen an den sechsten Band der Vampirreihe „Der Fürst der Vampire“ an.
Der Halbvampir Darren denkt an seine Prüfungen zurück: Narben und Verbrennungen zeichnen ihn, doch er ist noch immer nicht ausgewachsen und muss somit auf die grundlegenden Veränderungen in ihm warten, die ihm zu einem vollwertigen Vampir machen.
Auf der ganzen Welt werden Vampire getötet und diese grausamen Angriffe und Morde hören einfach nicht auf, da taucht der geheimnisvolle Mr. Schick auf. Er berichtet Darren und seinem Lehrmeister Mr. Crepsley von den Prophezeiungen der Dunkelheit: Drei Jäger sind auserkoren, diesen Schrecken endgültig zu beenden und Darren ist einer der Auserwählten…
Um den Fürst der Vampyre aufzuspüren, kehrt Darren mit seinen Freunden zurück in die dunkle Stadt, muss zahlreiche Gefahren meistern und auch noch seine Jugendliebe Debbie retten.
Bald gibt es für Darren nur noch ein Ziel: Er muss den geheimnisvollen Fürst der Vampyre finden und töten, denn der Krieg tobt. Doch noch weiss niemand, dass ihr Weg sie zu den Flammen der Verdammnis bringen werden, in denen ein Held den sicheren Tod finden wird…

Eigene Stellungnahme:
Darren Shan erzählt eine hochspannende Geschichte in einer fantastischen Welt, die sehr oft ungeahnte Wendungen nimmt.

Die einzelnen Personen des Romans überzeugen mit einem starken, echten und toll ausgearbeiteten Charakter, der sie unglaublich sympathisch und menschlich erscheinen lässt. Man kann sich während des Lesens sehr gut in sie hineinversetzen, fiebert in jeder Situation mit und kann es kaum erwarten, weiterzulesen.

Der Schreibstil ist flüssig und einfach, jedoch wirklich nichts Besonderes. Dies steht ungemein konträr zu der sorgfältigen, tiefgründigen Gestaltung von Geschichte und Personen. Wäre der Schreibstil ausgefallen, hätte dieses Buch „alle Rahmen gesprengt“.

Der Roman wurde in der Ich-Perspektive verfasst, was dem Leser noch mehr das Gefühl gibt, die Geschichte direkt mitzuerleben.

Man erkennt die Entwicklung des Autors, wenn man die Bände miteinander vergleicht. Diese Bände 7 bis 9 waren schon eine Steigerung zu den ersten 6, die noch kindlicher geschrieben waren. Ich hoffe jedenfalls auf eine noch bessere Fortsetzung!

Fazit:

Darren Shan entführt den Leser in eine wunderbar durchdachte Fantasiewelt voller Gefahren sowie Geheimnisse und schafft es dabei, die Spannung durchweg aufrechtzuerhalten.
Ein wirklich wundervoller Jugendroman!

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Cerny Vlk - 6. Jan, 21:37
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jens (Gast) - 22. Mrz, 18:12
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Hallo, wir (ein Romanverlag) würden Ihnen gern...
jens (Gast) - 22. Mrz, 18:09
Feuermagie - Der träumende...
Dieses Buch ist eindrucksvolle Kunst! (rezensiert...
Purpurfalter - 19. Jul, 15:35
Unsterbliches Verlangen...
Ein Vampir-Liebesroman mit Höhen und Tiefen (rezensiert...
Purpurfalter - 19. Jul, 15:30

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